Textatelier
BLOG vom: 20.03.2017

März-Aphorismen

Autor: Emil Baschnonga, Aphoristiker und Schriftsteller, London


Hass rächt sich an dem, der ihn auslöst.

*

Bescheide dich so gut du kannst, und die Neider meiden dich.

*

Fragezeichen begleiten mein Leben auf der Suche nach Antworten.
Fraglich bleibt, ob ich sie finde.

*

Es kommt der Tag, den du nicht erleben wirst.
Ungewiss bleibt das Wo, Wann und Wie. Bis dann gibt es noch viel zu tun!

*

Er zergliederte seine Gedanken – bis nichts mehr übrig bleibt.

*

Die Ruhetage sollen wir heiligen – befreit von Alltagsplagen.

*

Eine einzige Mücke oder Motte im Zimmer, ist schwer zu haschen.

*

Zwischen Dur und Moll erstreckt sich der musikalische Genuss, bald jubelnd, bald besinnlich.

*

Einsicht und Tiefsinn findet sich im tiefen Krug mit Quellwasser gefüllt.

*

Wohlgemut, wer der Langeweile entflieht.

*

Wunschgedanke: Ich möchte, ich könnte … kennzeichnet den Defaitisten.

*

Der Geist ist eine Wundersaat, die bunte Blüten treibt.

*

Die nächste Gegenwart ist wichtiger als die entfernte Zukunft.

*

Was zuletzt übrig bleibt, sind die Wurzeln.

*

Soviel ist gewiss, dass der Mensch auf sein Gewissen angewiesen ist.

*

Bald zu hoch, bald zu tief gegriffen – von Launen hin und her gerissen.

*

Eitelkeit ist eine Schminke, die nicht schmückt.

*

Man soll seine Sorgen nicht auf andere überwälzen.
Besser sie selbst, soweit als möglich, entsorgen.

*

Niederschlag bis in die Niederung bewirkt Depression.

*

Der Schlussstrich unterm Text freut mich.
Ich kann dann einen neuen schreiben.

*

Gute Eindrücke bleiben haften und vertreiben die schlechten.

*

Rast ist besser als Hast.

*

Wer aus Fehlern lernt, wird weise – schrittweise.

*

Die Robotik ersetzt nach und nach den Menschen.
Das lässt sich schwerlich als Fortschritt werten.

 

 


*
*    *

Hinweis auf weitere Blogs von Meier Pirmin
Hans Küng – Warum die katholische Kirche nicht zu „retten“ ist
Wie weit ist Astrologie eine Beratungswissenschaft?
Was uns Albrecht Goes, Kurt Marti und andere «Pfarrer»-Dichter zu sagen haben
Flavio Cotti – Sein Profil waren Bildung und Kultur
Adventsgedanken eines wohlmeinenden Kirchenkritikers
Föderalismus oder Wie werden in der Schweiz die Kinder gemacht?
Erwin Jaeckle – Aphorismen eines Publizisten u. Parlamentariers
Pierre Wenger – Ein wegweisender Geschichtslehrer
A propos tote Fische und Pandemie
Das Lokale ist das Genaue
Rückblick auf den Autor Siegfried Lenz
Kant – zu Lebzeiten umstritten und heute abermals
Ein „Achtzehnbittengebet“ als Hommage an Klaus von Flüe
Heilpflanzenkunde nach Paracelsus – eine Kostprobe
Für Prof. Lübbe war Schwarzenbach "Poujadist"