Textatelier
BLOG vom: 12.03.2017

Beziehungen zwischen Mensch und Hund

Autor: Emil Baschnonga, Aphoristiker und Schriftsteller, London


Eine mehrseitige “Charakterstudie” zwischen Hund und Mensch, im “The Daily Telegraph” vom 4. März 2017 erschienen, hat mich heiter gestimmt.

In diesem Artikel wurden 8 Hunderassen aufgegriffen, vom Spitz bis zum Schäferhund, und ihr Betragen zum Hundehalter beurteilt. Gleichzeitig durchleuchtete der Text, wie sich Menschen ihren Hunden gegenüber verhalten. Die Hunde erhielten durchwegs gute Zeugnisse. Die Prädikate “freundlich", "anhänglich", "lebhaft", "loyal", "gehorchsam", "ruhig“ wurden an die Hunde verteilt.

Weitaus weniger einheitlich wurden die Menschen und ihr Benehmen gewertet.

"Wie füttern sie Ihren Hund?" Hier seien einige Antworten genannt: “Mit dem billigsten Hundefutter", "Hunde Bisquits", "wir teilen unsere Mahlzeit mit ihm.”

"Lieben sie Ihren Hund?" “Ich liebe ihn närrisch"; "wir koexistieren mit dem Hund"; "wir mögen Hunde, doch das Leben wäre einfacher ohne sie.”

Äusserungen zum Hundekot: “Der Kot düngt unseren Garten"; "es macht uns Freude, sein Hintern zu reinigen"; "wir spazieren mit dem Hund, wenn es dunkel ist, damit wir den Kot nicht auflesen müssen.”

Hunde brauchen viel Bewegung. Hierzu wurde geäussert: “Unser Garten ist dazu gross genug", "der tägliche Spaziergang müssen wir beide erdulden", "der Spaziergang mit dem Hund hält uns beide fit.”

Der Unterhalt eines Hunds ist kostspielig, ganz besonders die Kosten des Veterinärs, wurde wiederholt betont.

"Striegeln sie Ihren Hund?“ "Das überlassen wir dem Hundesalon, der Hund wird dabei gleichzeitig gekrault.”

"Wo schläft Ihr Hund?" “Bei uns im Bett", "in seinem Sessel im Wohnzimmer", "in seinem weich gepolsterten Korb.”

Ein Veterinär ermahnt, dass Hunde und Buschi/Kleinkinder getrennt bleiben sollten. Grössere Kinder spielen gern mit Hunden.

Das Waschen im Badezimmer können viele Hunde nicht ausstehen. Der Hund einer meiner Freunde verzog sich beim Wort “Bad” stracks unter die Polstergruppe.

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Haben Sie bemerkt, wie oft ein Hund seinem Besitzer gleicht?

Ich selbst mag nicht, von einem Hund beleckt zu werden.

Auch Hunde, die mit ihren dreckigen Pfoten an mir hochspringen wollen, entweiche ich so gut ich kann. Damit beleidige ich manchen Hundehalter, wie sie mir scheele Blicke zuwerfen ... Mir macht es Spass zu beobachten, wie der Hund ihm den Meister zeigt ...

Hinweise auf weitere Hunde-Blogs:
23.08.2016: Die Tierliebe in England
14.11.2013: Kindergeschichte: Der Fuchs, der ein Hund sein wollte
15.03.2013: Der Chef der Hauspost und der bellende „grüne Hund“
03.07.2005: Grenzenlos hundefreundliche Hundstage in London
28.07.2005: Brustgitter, Wirbelsäule, vierfach gestelzt: Amtshunde
26.07.2006: England: Vom Windhunde-Gemetzel bis zum Tierfleisch

 


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