Textatelier
BLOG vom: 10.01.2016

Eine Dosis Aphorismen

Autor: Emil Baschnonga, Aphoristiker und Schriftsteller, London


Zu hoch gegriffen – zu tief gefallen.

*

Zwischen den Zeilen lesen, kennzeichnet den aufmerksamen Leser.

*

Kleine Freuden sind die bunten Farbtupfen im Leben.

*

Lieber ein kleines Laster als eine aufgebauschte Tugend.

*

Getrost sinkt ins Bett, wer seine täglichen Pflichten erfüllt hat.

*

Oft genügt es, sein Selbst zu zügeln.

*

Immer sind es äussere Anstösse, die unsere innere Ruhe stören. Sie rütteln uns wach. Solche Anstösse sind notwendig, damit wir uns regen und bewegen.

*

Er sei nicht käuflich, sagt er. Doch auf Ehrenpreise war er erpicht. Sie sichern ihm seinen Status und Verdienst, womit sich lukrativ handeln lässt.

*

Auch ein Trost: Meine Violine wird mich überleben. Möge sie einen besseren Spieler als ich finden.

*

Den Wahrgehalt findet, wer tüchtig siebt. Das ist mühsam, aber lohnt sich.

*

Leicht wird das kleine Glück verschachert im Tauschhandel mit einem vermeintlich grösseren, das sich als Trugschluss erweist.

*

Das Alter verdrängt uns an die Peripherie. Dort lassen sich neue Einsichten gewinnen.

 


*
*    *

Hinweis auf weitere Blogs von Meier Pirmin
Hans Küng – Warum die katholische Kirche nicht zu „retten“ ist
Wie weit ist Astrologie eine Beratungswissenschaft?
Was uns Albrecht Goes, Kurt Marti und andere «Pfarrer»-Dichter zu sagen haben
Flavio Cotti – Sein Profil waren Bildung und Kultur
Adventsgedanken eines wohlmeinenden Kirchenkritikers
Föderalismus oder Wie werden in der Schweiz die Kinder gemacht?
Erwin Jaeckle – Aphorismen eines Publizisten u. Parlamentariers
Pierre Wenger – Ein wegweisender Geschichtslehrer
A propos tote Fische und Pandemie
Das Lokale ist das Genaue
Rückblick auf den Autor Siegfried Lenz
Kant – zu Lebzeiten umstritten und heute abermals
Ein „Achtzehnbittengebet“ als Hommage an Klaus von Flüe
Heilpflanzenkunde nach Paracelsus – eine Kostprobe
Für Prof. Lübbe war Schwarzenbach "Poujadist"